Urteil gegen die Pressefreiheit
Sachsensumpf-Prozess
Der Schuldspruch gegen die zwei Journalisten in Dresden ist ein Skandal. Er bedroht die Pressefreiheit und investigativen Journalismus.
"in Sachsen ist die Pressefreiheit in Gefahr. Seit Freitag ist es amtlich, belegt durch den Schuldspruch gegen die Journalisten Arndt Ginzel und Thomas Datt."
Ein Kommentar von Markus Horeld
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-08/sachsensumpf-urteil-justiz
Exakte Recherchen?
Dass Zecken auf Bäumen lauern,das scheint ein weit verbreiteter Irrtum zu sein. Dem ist auch RZ-Reporterin Dorothea Müth zum Opfer gefallen. Sie schreibt: "Sie lauern also vor allem bei angenehmen Temperaturen... und auf Bäumen."So hoch hinaus wollen Zecken nicht und solch ein Lotteriespiel hätte auch sicher keinen Überlebens-Faktor, die Trefferquote wäre zu gering.
Das zu schreiben ist auch kein Großer Fauxpas. Es sollte aber für
größere Presseorgane wie die Rhein-Zeitung zur Gewohnheit zu werden, bei
allen Artikeln vor einer Veröffentlichung auch die Fakten genau zu recherchieren. Hier mangelt es
aber allzu häufig, und auch bei wesentlich wichtigeren Themen, wo falsche
oder einseitige (z.B. parteipolitisch initierte) Informationen zu
falschen Schlüssen und auch Entscheidungen führen können. Von der mangelnden Rechtschreibung gar nicht zu reden!
Um ihre Opfer besser erreichen zu können, klettert die Zecke
auf Gräser und Büsche. Eine erwachsene Zecke kann dabei bis zu 1,50 Meter hoch
klettern. Meistens ist sie aber in Knie- bis Hüfthöhe zu finden.
Wenn aber am Ende des Artikels richtigerweise ein Verweis auf bfbd.de erfolgt, sollte man dort auch einmal nachschauen.
Dort heißt es richtig "Zecken lassen sich nicht von Bäumen fallen. Dorthin kommen sie gar nicht, es sei denn zufällig durch Vogeltransport.
Da ein Austrocknen für sie bedrohlich ist, müssen sie in Bodennähe
bleiben und regelmäßig den feuchten Untergrund aufsuchen. Die winzigen
Larven und kleinen Nymphen klettern bis zu 50 Zentimeter an Gräsern und
Büschen empor, erwachsene Zecken bis zu 1 ½ Meter. Dort warten die
Zecken darauf, vom Fell oder der Kleidung eines vorbeiziehenden Wirtes
abgestreift zu werden."
Also in Zukunft etwas genauer!
Positiv allerdings ist zu werten, dass überhaupt ein Artikel dazu erscheint! Allerdings hat es den Anschein, dass dieser Artikel ebenso wie der zum "Müffeln des Mülls" in der gleichen Ausgabe (27.07.2010) zum Sommerlochtheater gehört. Oder doch nicht?
Zeitungen verlieren weiter Auflage und Anzeigen
Der Auflagenschwund bei den deutschen Zeitungen hat sich 2009 etwa auf dem Niveau der Vorjahre fortgesetzt. Die Zahl der verkauften Zeitungsexemplare sank im ersten Quartal 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 Prozent auf 24,7 Millionen. Wegen starker Einbußen im Anzeigengeschäft ging der Branchenumsatz um 640 Millionen Euro oder 7,0 Prozent auf 8,46 Milliarden Euro zurück, wie der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin mitteilte.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zeitungen-verlieren-weiter-Auflage-und-Anzeigen-1037329.html
Eigentlich nicht verwunderlich, wenn ich mir z.B. Inhalt und Aufmachung der Rheinzeitung Koblenz anschaue(n) muss.
Dazu ein
Kommentar aus dem Netz:
Mi, 14.07.2010 - 06:39 — No Fool
Die Zeitungen sind selbst schuld; die Wirtschaftskrise hat das Ende der Zeitungen nur beschleunigt, aber nicht verursacht. Das Produkt ("Nachrichten von gestern schon heute") ist unattraktiv und teuer, und die Redaktionen gefallen sich immer noch in dem Gedanken, Qualitätsjournalisten zu sein. Das aber ist eine Fehleinschätzung! In zuvielen Häusern leisten sich die Redaktionen keinen Lektor mehr; man druckt Pressemeldungen nach statt selbst zu recherchieren, und es werden politische Agendas quer durch das Blatt gedrückt. Woodward und Bernstein sind nur mehr verblasste Idole, deren unbestrittene Qualität angesichts leerer Kassen unerreichbar scheint. Genau dafür aber würden Leser zahlen: Neutralen Qualitätsjournalismus auf höchstem Niveau. Es gibt ihn nur nicht.
Eine Todesspirale setzt ein: Einsparungen am Produkt - geringere Qualität - abspringende Anzeigenkunden und Leser - sinkende Umsätze und Profite - Einsparungen am Produkt...
Die Zeitungen sind selbst Schuld. In zehn Jahren werden die allermeisten Blätter nicht mehr existieren. Tränen kommen mir dabei nicht
Online-Medien erklimmen Journalisten-Olymp
von Marc Pitzke, New York
Erstmals hat eine Website den legendären Pulitzer-Preis gewonnen: Die Recherche-Seite "ProPublica" erhielt die Auszeichnung für eine New-Orleans-Reportage nach "Katrina". Doch die Preisvergabe für ein Online-Medium kann nicht über die Krise der gesamten Presse-Branche hinwegtäuschen.
ProPublica engagiert sich nach eigenen Angaben vor allem für investigativen Journalismus bei gesellschaftlich relevanten Themen.
Große Gewinnerin war aber auch die "Washington Post"
http://www.propublica.org
Zeit-Verlag gründet Corporate Publishing-Tochter
Der Zeit Verlag hat die Tempus Corporate GmbH gegründet, die sich künftig um das Corporate Publishing-Geschäft kümmern soll. Tempus Corporate soll Printprodukte sowie entsprechende crossmediale Lösungen sowohl konzipieren als auch produzieren.
http://news.gwv-fachverlage.de/re?l=ew4fp3I4550rkuIq
Medienpreis für ZEIT ONLINE
Jährlich werden die besten Magazine und Webauftritte mit dem "Lead Award" geehrt. Einer der begehrten Medienpreise in der digitalen Kategorie ging an ZEIT ONLINE.
mehr dazu:
http://www.zeit.de/kultur/2010-03/lead-awards-zeit-online
"Spitzeltum" bei Öffentlich-Rechtlichen?
Journalist Brender: "Schwerer Schlag für die Glaubwürdigkeit der Öffentlich-Rechtlichen"
Heftige Kritik an der Einflussnahme der Politik auf die Öffentlich-Rechtlichen: Der scheidende ZDF-Chefredakteur Brender geißelt im SPIEGEL-Gespräch das "Proporzdenken" und die "Rückgratlosigkeit" der Parteien im Verwaltungsrat der Sender. Es gebe im ZDF Spitzel - vergleichbar mit den IM der Stasi.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,679247,00.html
Fünf Reporter experimentieren in Frankreich
Nachrichten von der Twitterfarm
Von heute an sitzen fünf Journalisten auf einem abgeschiedenen Bauernhof in Südwestfrankreich. Dort sind sie von der Welt abgeschnitten, außer von Twitter und Facebook. Die Reporter sollen von dort aus täglich informieren - als säßen sie im Studio in ihrem Sender, allerdings mit völlig anderen Nachrichtenquellen.
Von Johannes Duchrow, WDR-Hörfunkstudio Paris
http://www.tagesschau.de/ausland/twitterfarm100.html
Werden Zeitungen verschwinden ?
Angesichts des Siegeszuges des Internets sieht der US-Medienexperte Norman Pearlstine wenig Hoffnung für Zeitungen. "Ich glaube, dass die meisten, wenn nicht alle Zeitungen in den USA innerhalb von 20 Jahren nicht mehr erscheinen werden", sagte Pearlstine am Dienstag bei einem Medienkongress der Fachzeitschrift Horizont in Frankfurt. Vor allem wegen der ins Internet abgewanderten Anzeigen entfalle für Zeitungen das Geschäftsmodell, sagte der Medienmanager, der beim US-Medienkonzern Bloomberg für die strategische Entwicklung zuständig ist
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Medienexperte-Zeitungen-werden-verschwinden-908468.html
Auch wenn diese Prognose (in Deutschland) wohl nicht zutreffen wird, so kann heute schon konstatiert werden, dass bei der "journalistischen Qualität" einiger Zeitungen (z.B. Rhein-Zeitung) der Verlust wahrscheinlich verschmerzbar wäre!
Siehe auch: http://koblenz-media.de/index.php/nachrichten-leser/items/heikle_debatte.html
Mehr Presserats-Beschwerden dank Internet
Seit 2009 beschäftigt sich der Deutsche Presserat nicht nur mit Print- sondern auch Online-Medien. Konsequenterweise nimmt der Presserat Beschwerden über Verstöße gegen den Pressekodex (PDF-Datei) jetzt auch per Browser-Formular entgegen. Zusammen haben diese Neuerungen einen Anstieg der Beschwerden um 70 Prozent auf rund 1250 mit sich gebracht, wobei Online- und Print-Medien sich den Beschwerdekuchen redlich teilen mussten, wie aus einer vorläufigen Statistik des Presserats hervorgeht.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Mehr-Presserats-Beschwerden-dank-Internet-894434.html
Deutscher Reporter-Preis 2009
Deutscher Reporter-Preises 2009
(8.12.2009) - Auszeichnung für Edelfedern: Über 600 Texte waren für den Deutschen Reporter-Preis eingereicht worden, am Ende entschied sich die prominent besetzte Jury für Gewinner in vier Kategorien - mit dabei unter anderem ein Autorenteam des SPIEGEL.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,665780,00.html
WDR für multimediales Lernangebot ausgezeichnet
06.11.09 | Wie schon 2008 war auch in diesem Jahr der Westdeutsche Rundfunk (WDR) bei der Vergabe des Software-Preises "GIGA-Maus" auf der Frankfurter Buchmesse erfolgreich. Diesmal wurde die Internet-Plattform "Planet Schule" als "bestes Online-Angebot zum Lernen" ausgezeichnet. Das Portal ist ein Gemeinschaftsprodukt des Schulfernsehens von WDR und SWR.
http://www.mekonet.de/t3/index.php?no_cache=1&id=43&tx_ttnews[tt_news]=498
Schulfernsehen wird 40 Jahre alt
Gerade wurde Planet Schule auf der Frankfurter Buchmesse 2009 mit dem renommierten Bildungspreis „Giga-Maus“ ausgezeichnet. Anfang November kam der 40. Geburtstag für den Enkel des Schulfernsehens hin zu.
Aber damit nicht genug: In diesem Jahr hat Planet Schule auch den zweiten Platz beim renommierten Bildungswettbewerb „Japan-Preis“ erhalten und wurde Ende Oktober für die Reihe „Staat-Klar“ mit dem Eyes & Ears Award 2009 für Innovation und Effektivität ausgezeichnet.
http://www.mekonet.de/t3/index.php?no_cache=1&id=43&tx_ttnews[tt_news]=529
Arrivederci Pressefreiheit ?
Journalismus in Italien
In Italien gibt es Politiker, die Einfluss auf die Berichterstattung der Medien nehmen, und Menschen, die für mehr Pressefreiheit demonstrieren. Eine Demokratie auf dem Weg zur Mediokratie? Der journalistische Nachwuchs im Land ist besorgt
Die junge Journalistin Lucia Francini aus Cesena geht sogar noch weiter: "Ich glaube, dass es gar keinen unabhängigen Journalismus in Italien gibt."
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/9/0,3672,7927817,00.html
Siehe auch
http://www.tagesschau.de/ausland/korruptionitalien100.html
ARD-Star Wickert rechnet mit ARD und ZDF ab
Von Hans-Jürgen Jakobs
Ulrich Wickert, einst "Mister Tagesthemen", legt Schwächen des öffentlich-rechtlichen TV bloß. Er hat intensiv das Programm beobachtet.
"Es ist eine gnadenlose Abrechnung mit ARD und ZDF, die der einstige "Mister Tagesthemen" in einem längeren Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung vorlegt. Folgt man Wickerts Gedanken und Beobachtungen, dann stimmt es nicht mehr richtig in jenem Fernsehsystem, das von den Gebühren der Bürger lebt und den Anspruch auf Grundversorgung mit Information und Nachrichten erhebt. "Den Machern scheint das Bewusstsein für ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag abhanden gekommen zu sein", wütet Wickert"
mehr dazu
http://www.sueddeutsche.de/kultur/588/494920/text/
Gutes Fernsehen, schlechtes Fernsehen
Wenn Vorschulkinder fernsehen und/oder am Computer spielen: Der
aktuelle BIBER-Blickpunkt widmet sich dem ambivalenten Verhältnis, das
Erziehende – Eltern wie Fachkräfte in den Kindergärten – zum
Medienkonsum haben.
http://www.bibernetz.de/ww3ee/blickpunkt-fernsehen.php
Kurt Beck will Qualitätsjournalismus fördern
Die Studie "Begrenzter Journalismus" prophezeit Medien Finsteres. Kurt Beck aber will dies verhindern – und fordert, über Gebühren für Online-Medien nachzudenken.
http://www.zeit.de/digital/internet/2009-11/gebuehren-online-journalismus
Wolfram Weimer beerbt Helmut Markwort

Wolfram Weimer, Gründer, Chefredakteur und Herausgeber von Cicero, übernimmt ab Herbst 2010 die Chefredaktion beim Focus. Der 44-Jährige leitet dann die Redaktion gemeinsam mit Chefredakteur Uli Baur.
Quelle:
http://www.media-daten.com/index.php;do=view/site=m/lng=de/alloc=100/id=2459
Medienkrise: Süddeutsche baut weiter Stellen ab
27.10.09 - Das Ergebnis der mehr als drei Stunden dauernden Betriebsversammlung bei der „Süddeutschen Zeitung“ am Dienstag war ernüchternd für die rund 1100 Beschäftigten. Noch einmal sollen circa 60 Stellen in Redaktion und Verlag abgebaut werden, nachdem bereits im vergangenen Jahr 90 Mitarbeiter das Haus verlassen haben.
Länder beraten Reform der Rundfunkgebühren
(28.10.09) - Wenn sich die Regierungschefs der Länder in dieser Woche in der Mainzer Rheingoldhalle treffen, um unter anderem den neuen Rundfunkstaatsvertrag zu unterzeichnen, wird es dabei wohl auch um eine Reform der Rundfunkgebühren gehen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wollen sich die Ministerpräsidenten über das Finanzierungsmodell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beraten.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Laender-beraten-Reform-der-Rundfunkgebuehren-843303.html
USA verbessern Pressefreiheit
REPORTER OHNE GRENZEN
Die neue Rangliste zur Pressefreiheit zeigt: Die USA haben die Möglichkeiten für Journalisten verbessert, die Situation in Europa macht den Reportern ohne Grenzen Sorge.
Mit Sorge betrachten die ROG dagegen die Entwicklungen in Europa. Anlässlich der Veröffentlichung der neuen Rangliste zur weltweiten Lage der Pressefreiheit am 20. Oktober warnte die Organisation in Paris davor, dass Europa seine langjährige Vorbildfunktion verlieren könnte. "Es ist beunruhigend festzustellen, dass demokratische Staaten wie Frankreich, Italien oder die Slowakei jedes Jahr weitere Plätze in der Rangliste verlieren", sagte Jean-François Julliard, ROG-Generalsekretär bei der Vorstellung der Rangliste 2009.
mehr dazu
ARD und ZDF legen sich auf Datum für Abschaltung des Analog-TV fest
Vor Beginn der diesjährigen IFA hatten der ZDF -Intendant Markus Schächter und der ARD -Vorsitzenden Peter Boudgoust angekündigt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender die analoge Ausstrahlung ihrer Programme 2012 beenden wollen. ZDF-Justiziar Carl Eugen Eberle nannte nach einem Bericht von Infosat nun auf dem Kabelkongress in Leipzig ein konkretes Datum. Demnach soll die analoge Verbreitung über Satellit am 30. April 2012 enden.
Werbebeilage als Gefahr für die Presse
Die französische Sonntagszeitung Le Journal du Dimanche hat eine Wochenendbeilage herausgegeben, die deutlich sichtbar einem Werbekunden gewidmet ist.
Laurent Habib, Manager der Werbeagentur Havas und Präsident der Wertekommission des französischen Agenturenverbands AACC, warnt in der Tageszeitung Le Monde vor den Gefahren, die ein solches Vorgehen für Medien, Wirtschaft und Demokratie birgt:
"Das Problem besteht darin, dass diese Logik die Voraussetzung für eine wahrhaftige Zerstörung des wirtschaftlichen Wertes darstellt. Denn sie führt zunächst zum Bruch des impliziten 'Lesevertrags', den die Tageszeitungen mit ihren Lesern haben. Wegen des Verdachts, dass sie für und durch Marken erstellt wurden, werden die Blätter bald niemanden mehr finden, der ihre Informationen lesen will. ... Jeder wird verstehen, dass man durch eine Rettung der Presse auch die Demokratie rettet. Aber man rettet auch unsere Wirtschaft. Denn die Marken brauchen mehr als je zuvor eine starke, legitime und unabhängige Presse, um ihr Publikum zu finden." (07.10.2009)
Lesen Sie dazu den
Originalbeitrag (französich)
Was haben nun wir damit zu tun?, könnte man fragen. Nun ja, in derselben Situation ist auch die Rhein-Zeitung. Werbung ist (vermutlich aus finanziellen und werbetechnischen Gründen) auch hier nicht mehr nur als Beilage präsent, nein sie wird so platziert, dass man nicht umhin kommt, sie zu beachten. Das stört natürlich ungemein den Lesefluss und wird oft zum Ärgernis. Es ist möglicherweise nur noch ein Frage der Zeit, bis sich die Leser dazu entschließen, interessante Dinge direkt im Internet zu suchen bzw. sich über RSS-Feeds damit versorgen zu lassen.
Das allerdings wäre sehr schade, da gerade das haptische Gefühl und der direkte Kontakt mit Papier (z.B. am Frühstückstisch) eine eher private Atmosphäre schaffen. Es ist einfach etwas Intimeres, das Gewünschte (an Informationen) direkt in den Händen zu halten.
Höhere Reichweiten durch Online
In den vergangenen Jahren haben die Zeitungen die Möglichkeiten des neuen Mediums Internet verstärkt genutzt und die Präsenz der Zeitungs-Websites deutlich ausgebaut.
Fakt ist, dass die Nettowerbeeinnahmen der Zeitungen – von der aktuellen Rezession abgesehen, die alle Medien betrifft – im Fünf-Jahres-Vergleich relativ stabil sind. Laut ZAW sind die Zeitungen mit über 20 Prozent Marktanteil nach wie vor Marktführer bei den Nettowerbeeinnahmen in 2008.
mehr dazu
Kinderkanal - neue Angebote genehmigt
Mit kikanichen.de und KI.KAplus stehen demnächst Erweiterungen des Kinderkanals ins Haus. ARD und ZDF planen sowohl ein neues "Vorschulportal" und eine Online-Mediathek als Ergänzung zum klassischen Angebot des Kinderkanals.
http://www.reticon.de/news/2494.html
Manifest für Internet-Journalismus - heise online
Promintente Blogger haben ein Internet-Manifest veröffentlicht, das 17 Thesen zum Journalismus von heute enthält. Zu den Unterzeichnern zählen viele bekannte Namen aus der Blogosphäre, von Sascha Lobo über Johnny Haeusler bis hin zu Stefan Niggemeier.
http://www.internet-manifest.de/
ARD und ZDF wollen analoge TV-Ausstrahlung 2012 beenden
"Der ZDF-Intendant Markus Schächter und der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust haben vor Beginn der IFA in Berlin angekündigt, dass die öffentlich-rechtlichen Sender die analoge Ausstrahlung ihrer Programme 2012 beenden. Das berichtet AreaDVD. Dieser Zeitpunkt war bereits im Rahmen der IFA 2008 diskutiert worden. Laut Schächter sei eine Abschaltung erst dann sinnvoll, wenn 90 Prozent der Fernsehgeräte "für den digitalen Empfang geeignet sind". Derzeit sei dies bei rund 40,7 Prozent der Geräte der Fall." (Quelle: heise online, 03.09.2009)
Verlässlichkeit von Pressemeldungen
(15.08.2009- m.s) -Am Beispiel des "Verschwindens" des vor zweieinhalb Wochen verschwundenen finnischen Frachters "Arctic Sea" mit 15 russischen Seeleuten an Bord wird wird wieder einmal deutlich, was von den ständigen (und als faktisch verkauften) Meldungen der Presse zu halten ist.
14.08.2009, 20:38 in der
Süddeutschen Zeitung: "Das Schiff ist wieder da, doch die vielen Fragen bleiben: Zweieinhalb Wochen nach ihrem Verschwinden in der Nordsee ist die Arctic Sea vor Afrika entdeckt worden - ihr Schicksal ist weiterhin rätselhaft."
14.08.2009, 11:54 Uhr -
Tagesschau - "Arctic Sea" offenbar doch
nicht gefunden! Der russische Botschafter in Kap Verde hat
Informationen über die Entdeckung des verschwundenen Frachters "Arctic
Sea" dementiert.
14.08.2009, [tagesthemen 23:15 Uhr] "Vermisster Frachter "Arctic Sea" wurde angeblich gesichtet. (Olaf Bock, ARD Moskau) als
Video. (Hier sollen Bilder die Meldung bestätigen)
Financial Times Deutschland: Der seit Wochen verschwundene Frachter ist wieder aufgetaucht. Die "Arctic Sea" befindet sich nach FTD-Informationen nördlich der Inselgruppe Kap Verde. Möglicherweise wurde das Schiff entführt - eine Lösegeldforderung soll im Raum stehen.
16.08.2009,
Süddeutsche Zeitung
"Verschollener Frachter: Unbekannte fordern Lösegeld - Die Verwirrung wird immer größer: Nach widersprüchlichen Meldungen, die Arctic Sea sei gesichtet worden, soll die Reederei nun eine Lösegeldforderung erhalten haben."
17.08.2009
Frankfurter Allgemeine
"Der seit drei Wochen vermisste Frachter „Arctic Sea“ ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums vor den Kapverdischen Inseln entdeckt worden. Die russische Besatzung sei gesund und auf ein russisches Kriegsschiff gebracht worden, teilte Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Dienstag in Moskau mit."
18.08.2009 FAZ
"Auch nach der Befreiung der Seeleute und der Verhaftung der Piraten durch die russische Marine sind die Hintergründe der Entführung der „Arctic Sea“ weiter unklar. Offenbar hat es keine Lösegeldforderung gegeben."
und die Spekulationen gehen noch weiter:
18.08.2009 Financial Times Deutschland
"Nach der angeblichen Verhaftung von acht mutmaßlichen Entführern des Frachters verhindert der russische Geheimdienst den Kontakt zu den geretteten Seeleuten. Es ist unbekannt, wo sie sich aufhalten. Und es stellt sich die Frage: Ist wirklich nur Holz an Bord?" (Nach der FTD ein echter "Seefahrtkrimi"!)
Da wird eifrig kopiert und kommentiert ohne die nötige Recherche, man will ja bei allen Blättern und auch Sendern mithalten. Danach gibt es keine klar stellenden und erläuternden Dementis, sondern nur neue (unrecherchierte?) Meldungen.
Das ist dasselbe "Spiel" wie mit den Meldungen zum Deal zwischen GM und Magna. Am Morgen ist alles perfekt, am Nachmittag werden erste Zweifel geweckt, am Abend wird wieder alles in Frage gestellt.
Oder anderes Beispiel: Meldung- Die Krise ist überwunden! Es geht wieder aufwärts! (Frage: für wen?) Gleichzeitig in derselben Presse: Es wird aber noch schlimmer kommen. Die Zahl der Arbeitslosen wird zunehmen.
Der IFO-Klimaindex schwankt täglich zwischen ganz unten und fast schon wieder oben. Kein Wunder, dass der normale Bürger bald gar nichts mehr glaubt!
Was soll der Information suchende Leser und Zuschauer davon halten? Möchten Sie dazu einen
Kommentar abgeben?
Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht
Die derzeitigen Regelungen zur Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht fokussieren stark auf den Bereich des Fernsehens. Andere Medienmärkte sowie vor- oder nachgelagerte Märkte werden aber bei der Betrachtung, ob ein Unternehmen vorherrschende Meinungsmacht erlangt, einbezogen. Um Aussagen über den Einfluss verschiedener Medien und verschiedener Anbieter auf die öffentliche und individuelle Meinungsbildung treffen zu können, hat das Hans-Bredow-Institut einen Forschungsschwerpunkt auf den Bereich der Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht gelegt.
http://www.hans-bredow-institut.de/de/node/3040
Kinder und Fernsehen: Rezeption und Verarbeitung
Was wissen Eltern über die Wahrnehmung ihrer Kinder, wenn es um TV-Sehgewohnheiten und Nutzungsverhalten geht? Was wird gesehen und verarbeitet? Wie lange sollten Kinder überhaupt vor dem Fernseher sitzen? Das Dossier beantwortet Fragen, gibt Tipps und beleuchtet verschiedene Genres.
http://www.lehrer-online.de/774102.php
Chávez verbietet 34 Sender
Anfang vom Ende der Pressefreiheit in Venezuela
(Im Namen eines vorgeblichen Sozialismus wachsen in Südamerika einige Diktaturen.)
Der staatliche Druck auf die Medien in Venezuela wächst . Nun hat die venezolanische Regierung die Schließung von 34 Radiosendern angeordnet.
mehr Informationen
Europäische Charta für Pressefreiheit
24.05.2009|Erstellt um 15:49 Uhr
Zum Schutz vor Überwachung und Online-Durchsuchung
Mit einer "Europäischen Charta für Pressefreiheit" wollen sich 50
Chefredakteure und leitende Journalisten aus 20 Ländern für die
Unabhängigkeit der Medien starkmachen. Vertreter von Zeitungen und
Zeitschriften wie "Stern", "Spiegel", "Focus", "Frankfurter Allgemeine
Zeitung" und "National Geographic" entwarfen dafür Leitsätze. Die
Charta soll am Montag in Hamburg verabschiedet werden.
mehr dazu
Schriftenreihe Lokaljournalismus

Das Buch liefert das ABC des Lokaljournalismus, dessen größter Trumpf die Nähe zur Leserschaft ist. Der Lokaljournalismus wird sich daher trotz der Umbrüche im Mediensektor auch zukünftig behaupten, wenn er journalistisches Niveau, Innovation und Kreativität im Umgang mit neuen Technologien verbindet.
mehr dazu
http://www.bpb.de/publikationen/P2WPXS
Adolf Muschg wird 75
Einer der bedeutendsten Autoren deutscher Gegenwartsliteratur, der Schweizer Adolf Muschg, wird am 13. Mai 75 Jahre alt. Wiederholt auch als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt, fehlt es dem streitbaren Schriftsteller an Auszeichnungen nicht. So wurden ihm unter anderem der Georg-Büchner-Preis (1994) als die renommierteste deutsche Auszeichnung, der Ricarda-Huch-Preis (1993) und die Carl-Zuckmeyer-Medaille (1990) verliehen.
Einen herzlichen Glückwunsch auch vom Medienkiosk
mehr dazu bei mediaculture online
Schiller-Ring 2009 an Jürgen Becker
Donnerstag, 14. Mai, 19.00 - BERLIN,Pariser Platz, Plenarsaal
In Würdigung seines Lebenswerks wird der 1932 in Köln geborene Schriftsteller Jürgen Becker mit dem Schiller-Ring 2009 der Deutschen Schillerstiftung ausgezeichnet.
mehr dazu
http://www.adk.de/de/aktuell/veranstaltungen/index.htm?we_objectID=24625
Online-Regionalblätter starten Mega-Werbeallianz
Gemeinsamer Vermarkter OMS bündelt rund 150 Titel
Rund 150 deutsche Tages- und Regionalzeitungen aus 34 Verlagen haben sich zur Vermarktung ihrer Online-Auftritte in einer neuen Mega-Allianz zusammengeschlossen. Unter dem Dach des Marketingverbunds Online Marketing Service (OMS)
http://www.oms.eu sollen Werbetreibende dadurch künftig durch nur eine Buchung eine "deutschlandweite Abdeckung" auf den Internetportalen der Medienhäuser erreichen.
Quelle
Deutscher Filmpreis für ZDF-Koproduktion
"John Rabe" ist bester deutscher Film
Das Kriegsdrama "John Rabe" von Oscar-Sieger Florian Gallenberger ist in Berlin zum besten deutschen Film gekürt worden. Die ZDF-Koproduktion wurde am Freitagabend mit dem 59. Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
mehr dazu beim ZDF
Medien und Wirtschaft - Mediaagenturen in der Grauzone
15.04.2009 : Sie verteilen Werbegelder in Milliardenhöhe und haben im Handel mit Spots und Seiten ein lukratives Geschäft aufgebaut: Mediaagenturen sind eine wichtige Größe im deutschen Werbemarkt, doch das Geschäft wird immer undurchsichtiger.
Diese Macht der Mediaagenturen hat für die Sender fatale Folgen. Sie werden zu Abhängigen.Dazu kommt die redaktionelle Einflussnahme. Immer mehr Verlage und Sender knicken ein und akzeptieren Verträge, die sie eigentlich anprangern müssten.
Insbesondere Discounter versuchen vermehrt Einfluss auf Medien zu nehmen. Der jüngste Fall: Weil eine Lokalzeitung negativ über einen Elektrohandel schrieb, stellte dieser seine Werbung ein. Das Beispiel spielt in Wolfsburg, wo die Lokalzeitung Wolfsburger Nachrichten über eher rüde Praktiken im Umgang mit den MitarbeiterInnen der dortigen Media-Markt-Filiale berichteten. Schon 2005 drohte der Discounter Lidl den
Badischen Neuesten Nachrichten mit Werbeentzug wegen zu kritischer Berichterstattung über die Arbeitsbedingungen beim Discounter.
Die Pressefreiheit wird in Deutschland als eines der wichtigen Kulturgüter und Mittel demokratischen Handelns betrachtet. Ist sie aber so leicht zu umgehen bzw. auszuhebeln?
"
Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar" ist auch der Titel
einer neuen Kampagne von "Reporter ohne Grenzen".
mehr dazu
Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis an Nikolaus Brender

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender erhält in diesem Jahr den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus. Die Jury zeichnet Brender für seine "vorbildhafte, journalistische Haltung" aus. Brender stehe für Qualität und Unabhängigkeit und setze sie auch gegen Widerstände durch. Er sei nur seiner journalistischen Aufgabe verpflichtet und lasse sich von niemandem vereinnahmen.
Quelle
„Peter Scholl-Latour " wird heute 85 Jahre alt.
(Koblenz,9.3.2009): Der deutsche Journalist, Autor, Publizist und Dokumentarfilmer gilt seit den 1950er Jahren als aufmerksamer Beobachter und ausgewiesener Kenner der Weltpolitik. Durch regelmäßige zahllose Auslandsreisen avancierte Peter Scholl-Latour zu dem Auslandskorrespondenten des deutschen Journalismus. Seine Reiseerfahrungen, die er in Afrika, Asien und dem Nahen Osten machte, fanden Niederschlag in zahlreichen Sachbüchern. " (Quelle)
Seit Jahrzehnten berichtet der unerschrockene Journalist über die Krisen und Konflikte dieser Welt.
Zur Biografie
"Das Schlimmste an Peter Scholl-Latour sind nicht seine Ansichten, sondern seine Fans. Er selber ist ein routinierter Grantler, kann aber auch charmant sein. Und er ist kein Übelnehmer. Er teilt aus und steckt ein. " (Henryk M. Broder)
Sehen Sie dazu ein
Video vom ZDF
Wir gratulieren herzlich zum Geburtstag! (medienkiosk)
Nur noch ein Drittel der jungen Leute liest täglich Zeitung
Nur noch ein Drittel aller jungen Deutschen nimmt regelmäßig eine Tageszeitung zur Hand. Auch über alle Altersgruppen hinweg lesen nur noch gut die Hälfte (59 Prozent) Zeitungen.
Dies fand Forsa für das Politikmagazin Cicero heraus und befragte hierzu 1.003 Personen.
Allerdings wollen 72 Prozent der über 60-Jährigen auf ihre Tageszeitungs-Lektüre nicht mehr verzichten.
(Quelle: Mediadaten Newsletter 04.03.2009)
Spiegel Verlag launcht Ende April ein neues Wissensmagazin
Der Hamburger Spiegel-Verlag bringt Ende April ein neues Wissensmagazin
auf den Markt. Spiegel Wissen soll drei- bis viermal im Jahr erscheinen
und ist monothematisch ausgerichtet. Der neue Titel ist eine Line
Extension, die aus der bisherigen Magazin-Reihe Spiegel Spezial
hervorgeht. Thema der ersten Ausgabe ist Psychologie, das zweite Heft
wird sich mit Medizin beschäftigen. Weitere Details will der Verlag
voraussichtlich Mitte der Woche bekanntgeben.
Sobald bekannt werden wir darüber berichten.
Streit um ZDF-Chefredakteur Brender

Über die Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender (60) ist ein heftiger Streit zwischen SPD- und CDU-Politikern im zuständigen ZDF-Verwaltungsrat entbrannt.
ZDF-Intendant Markus Schächter will dem Verwaltungsrat am 27. März vorschlagen, den im März 2010 auslaufenden Vertrag von Brender um fünf Jahre zu verlängern.
Offensichtlich handelt es sich bei den Stör- und Verhinderungsversuchen um Vorboten des Wahlkampfes und "Hinterzimmer-Intrigen" einiger Politiker. Öffentlich hat sich Roland Koch (CDU) gemeldet. Er hatte Brender in der «Frankfurter Allgemeine Zeitung» unter anderem vorgehalten, in seiner Amtszeit hätten die Nachrichtensendungen viele Zuschauer verloren.
Das ist nun wirklich eine infame und charakterlose Argumentation. Nach dieser Denkart hätte er -nach dem Verlust von sehr vielen Wählerstimmen- auch selbst nicht als Ministerpräsident verlängert werden dürfen!
Auch der ehemalige Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Fritz Pleitgen, kritisierte die parteipolitische Auseinandersetzung zwischen SPD und CDU in der Sache. Parteien sollten zwar in den Aufsichtsräten vertreten sein, aber in angemessener Weise. «Allerdings habe ich hier den Eindruck, dass einige der Parteien versuchen,
den Rundfunk sich zur Beute zu machen.»
Berlusconi lässt grüßen!
Der
Deutsche Journalisten-Verband hat sich am 20. Feb. 2009 gegen jegliche Form der Einmischung von Parteien und Politikern in die Personalpolitik des Zweiten Deutschen Fernsehens gewandt. Dem können wir uns nur anschließen.
Vernachlässigte Themen in deutschen Medien
Deutsche Medien haben nach Ansicht der Initiative Nachrichtenaufklärung
(INA) im Jahr 2008 brisante Themen wie verdeckte Werbung, Migration und
Umweltschäden ausgelassen.
mehr dazu bei
mediaculture online
"Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan - der Mohr kann gehen!"
Warum kommen manche Kommentare so wie sie kommen? Was wird eigentlich wie bewertet? Solche und ähnliche Fragen sollte man sich wohl wirklich einmal stellen und zu beantworten versuchen.
Neuestes Beispiel: der Bericht "
Zu viele Ausreden - Michael Greis kann Erwartungen nicht erfüllen" von der ZDF-Sportredaktion (23. Februar 2009 ).
Offensichtlich ist es doch so, dass das Fernsehen (stellvertretend?) für alle Sportinteressierten von unseren Spitzensportlern (hier: Michael Greis) in jedem Falle Spitzenleistungen erwartet, nein fordert.
Da werden dann schon mal vorher Medaillen vergeben und ein gewaltiger Erwartungsdruck aufgebaut.
Wird diese Erwartung erfüllt, ist ein Held geboren. Klappt das aber einmal nicht, kommen dann die entsprechenden Bemerkungen:
-
"Für den mit vielen Vorschusslorbeeren gestarteten Michael Greis waren die Titelkämpfe ein Reinfall.
-
Die Platzierungen zeigen: Mit Greis ging es während der WM stetig bergab ....
-
Auf seine Schwäche am Schießstand reagierte der Allgäuer mit Ratlosigkeit.
-
Ein absoluter Medaillenläufer ist Michael Greis in der aktuellen Phase seiner Karriere nicht. Den Grund dafür muss man wohl in Michael Greis' Kopf suchen."
Dass der Sport eine menschliche Seite hat, dass auch Spitzensportler Menschen und keine Maschinen sind, tritt damit ganz in den Hintergrund. Ob die gleichen Kriterien auch bei den Leistungen der Sportredaktion gelten und auch bewertet werden, ist dabei
eher fraglich.
Werbung und Niveau im Fernsehen
Es ist kein Geheimnis, dass das allgemeine "Niveau" unseres
Öffentlich-Rechtlichen-Fernsehens trotz steigender Beiträge merklich
immer weiter sinkt. Ebenfalls ist deutlich, dass das Schielen nach
Quoten die Suche nach qualifizierter Unterhaltung und Information in
den Hintergrund gedrängt hat. Da muss man gar nicht ins Dschungelcamp
gehen!
Dass
das private Fernsehen (ohne Unterstützung durch direkte Gebühren) hier
oft keine andere Möglichkeit sieht, kann vielleicht noch nachvollzogen
werden. Für das "staatliche Fernsehen" sind die zunehmende Werbeflut
und die ständige Wiederholung alter und ältester Klamotten statt echter
Information und Bildung und ansprechender,
qualitativ hochwertiger Unterhaltung (auch ein Auftrag!) eine Zumutung.
Die Kritik
Reich-Ranitzkis war nur einen kurzen Aufreger und eine nachgeschobene
Vermarktung wert. Geschehen ist nichts! Vor lauter Quizsendungen,
Kochsendungen,alten Krimis, die besonders ältere Leute schon mehrmals
gesehen haben, und BlaBla-Magazinen kann man die wenigen guten,
informativen, bildenden und unterhaltenden Sendungen nur noch mühsam finden, wenn sie denn zu einer vernünftigen Zeit gesendet werden. (Siehe dazu auch den nächsten Artikel unten!)
Frankreich möchte dieser Entwicklung, die auch dort zu erkennen ist,
konkret entgegenwirken. "Die umstrittene französische Rundfunk-Reform
hat die letzte Hürde genommen. Der Senat verabschiedete das Projekt am
Mittwoch mit der Stimmenmehrheit der Anhänger von Staatspräsident
Nicolas Sarkozy. Die Reform sieht unter anderem die völlige Abschaffung
der Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bis Ende 2011 vor. Zur
Finanzierung steigen die Gebühren für Rundfunk-Nutzer schrittweise von
116 auf 122 Euro pro Jahr. Zudem wird es eine neue Steuer für
Privatsender und Telefongesellschaften geben.
Mit der Abschaffung der
Werbung will Sarkozy das Niveau des Staatsfernsehens heben und die
"Quotenabhängigkeit" verringern." (Quelle dieses Zitats:
media-culture
online)
Vielleicht könnte das "Deutsche Fernsehen" im öffentlichen Bereich nachziehen!
Haben Sie eine Anmerkung dazu?
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Im Niedrigpreissegment
(1.2.2009) Der neue Ludwigshafen-Tatort macht "Kassensturz" beim Discounter (von Sylvia Staude)
Der neue Chef sagt: "Willkommen in der Hölle." Und: "War nur 'n Spaß." Aber natürlich weiß der Zuschauer und weiß die blasse Verkäuferin des Billig-Discounters, dass einer dieser beiden Sätze gelogen ist. Und auch welcher.
Hier ist die Frage nach Ethik und Verantwortung deutlich gestellt. Die Antwort muss die Gesellschaft finden! Eine Diskussion zur Thematik fand am 1.2.2009 im Café philosophique (http://web162.sv1.inetrobots.com/index.php/polis/articles/wirtethik.html ) in Koblenz statt.
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