Partizipationslücken – Social Software in der Hochschullehre

Petra Grell und Franco Rau

Abstract


Lernende durch die Einbindung von «Web 2.0»-Angeboten aktiver in Lehrveran¬staltungen einzubeziehen, ist ein aktuell diskutiertes Thema. Ziel dieses Beitrags ist es, jenseits der im theoriebasierten Fachdiskurs erwähnten Potenziale anhand em¬pirischer Arbeiten auch typische Probleme zu analysieren, die mit der Umsetzung von Social Software im Bereich der Hochschule einhergehen. Methodisch handelt es sich nicht um eine Meta-Studie, sondern um eine vom Umfang her begrenzte, daher beispielhafte, aber systematische Sichtung vorwiegend englischsprachi¬ger, empirisch basierter Arbeiten zum Einsatz von Social Software – insbesondere Blogs und Wikis – im Rahmen von Hochschullehrveranstaltungen. Die Analyse der gesichteten Fallstudien zeigt, dass das Phänomen ausbleibender studentischer Partizipation thematisiert wird, dass verschiedene Überlegungen zur Forcierung verbindlicher Beteiligung erprobt, jedoch die Folgen dieser spezifischen Interven¬tionen zur Erhöhung der Beteiligung nur selten reflektiert werden. Abschliessend werden grundsätzliche Probleme und Spannungsfelder partizipativer Ansätze mit digitalen Medien im Bildungsraum Hochschule diskutiert. (23 Seiten)

tl_files/A-pict/pfeilrot.jpghttp://www.medienpaed.com/21/grell_rau1111.pdf

 


E-Learning in der Schule

Arbeitspapier der Gemischten Kommission Schulfunk/ Schulfernsehen KMK/ARD/ZDF/DRadioDresden, 11.11.2010

tl_files/A-pict/verkn.jpghttp://wiki.bildungsserver.de/bilder/upload/E-Learning-in_der_Schule_2010-11-11.pdf

 


Evidenzbasiertes Handeln im schulischen Mehrebenensystem

KO, 18.02.2011

Bedingungen, Prozesse und Wirkungen


Auf den folgenden Seiten soll allen interessierten Forscher/-innen, Schulleiter/-innen und Lehrer/-innen sowie Studierenden Einblick in die Arbeit des interdisziplinären Forschungsverbunds EviS gegeben werden.

 

Für die Laufzeit von drei Jahren wird dieses Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderung der empirischen Bildungsforschung im Bereich "Steuerung im Bildungssystem" gefördert. Beteiligt sind Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Duisburg-Essen.

 

tl_files/A-pict/pfeilrot.jpghttp://www.wipaed.uni-mainz.de/evis/

 


Medienpädagogische Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

Melanie Schaumburg: Medienpädagogische Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung – Eine methodische Anleitung für die Praxis

Medienpädagogische Arbeit ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es aber bisher noch wenig Angebote in diesem Bereich.
Der folgende Beitrag will aufzeigen, dass zum einen die Medienpädagogik einen wesentlichen Beitrag in der Behindertenarbeit darstellen und zum anderen wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann.

 

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://heilpaedagogik-online.com/2010/heilpaedagogik_online_0110.pdf


Kompetenzorientierung - ein Können erlernen können.

Sie können nun die erste Ausgabe der Online-Zeitschrift ‚Schulpädagogik – heute‘ durchblättern und lesen. Ab diesem Monat sollen pro Jahr jeweils zwei neue Ausgaben von ‚Schulpädagogik – heute‘ online unter www.prolog-verlag.de eingestellt werden – jeweils zum 1.3. und zum 1.9. eines Jahres.

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://www.schulpaedagogik-heute.de/


Undaction.de: Medienpädagogik gegen Rechts

 

Der Verein tl_files/artikel/allgemein/verkn.jpg"Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland" hat unter undaction.de eine medienpädago­gische Internet platt form freigeschaltet. 

 

 Das Material eignet sich laut Verein für den Unter richt in Haupt schu len, Real­schu len, Gesamt schu len oder Sekun dar schu len. Die Unter richts ein hei ten und Metho den sind handlungs betont, stark erlebnisorientiert, interakiv und medienpädagogisch.

 

 


Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik

Online-Magazin des Interdisziplinären Zentrums für Medienpädagogik und Medienforschung an der PH Ludwigsburg

Das Online-Magazin Ludwigsburger Beiträge zur Medienpädagogik wendet sich an Personen, die an medienpädagogischen Fragen interessiert sind.

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://www.ph-ludwigsburg.de/2081.html

 


Medienpädagogische Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

Melanie Schaumburg: Medienpädagogische Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung – Eine
methodische Anleitung für die Praxis


Medienpädagogische Arbeit ist mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil der schulischen und außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Für Menschen mit geistiger Behinderung gibt es aber bisher noch wenig Angebote in diesem Bereich. Der folgende Beitrag will aufzeigen, dass zum einen die Medienpädagogik einen wesentlichen Beitrag in der Behindertenarbeit darstellen und zum anderen wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann.

tl_files/artikel/allgemein/verkn.jpghttp://heilpaedagogik-online.com/2010/heilpaedagogik_online_0110.pdf

 


Medienarbeit und Praxisforschung

Erfahrungen an der Schnittstelle von Medienarbeit und Praxisforschung - Peter Holzwarth und Björn Maurer

 

Der folgende Beitrag reflektiert die Verbindung von praktischer Medienarbeit und Forschung am Beispiel eines internationalen EU-Forschungsprojekts zum Thema Medien und Migration. Neben didaktischen Prinzipien und Konzepten für die aktive Medienarbeit im Forschungskontext geht es um die Kooperation von medienpädagogischer Begleitung (MB) und wissenschaftlicher Begleitung (WB) sowie um deren spezifische Kompetenzen.

 

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://www.medienpaed.com/14/holzwarth0711.pdf

 


Was bedeutet «virtuelles Lernen»?

Philosophische Überlegungen zum Begriff «virtuell» im Kontext «virtuellen Lernens»  -  Tobias Hölterhof

Das Internet gilt als «virtuell». Gemeinschaften im Internet sind demnach «virtuelle Gemeinschaften» und Lernen über das Internet ist «virtuelles Lernen». Virtuell gilt aber auch als «nicht real». Angesprochen ist damit ein Bedeutungsspektrum, das die Realität einteilt in das «Reale» und in das «Virtuelle», bis hin zu einer diffusen Vorstellung von nicht «realen» Welten. Angesichts dieser Mannigfaltigkeit der Verwendungsweisen ist unklar was unter «virtuellem Lernen» zu verstehen ist.

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://www.medienpaed.com/2008/hoelterhof0805.pdf

 


MEDIENPÄDAGOGISCHES MANIFEST

KEINE BILDUNG OHNE MEDIEN!


Zentrale medienpädagogische Einrichtungen in Deutschland veröffentlichten im März 2009 das „Medienpädagogische Manifest ‑ KEINE BILDUNG OHNE MEDIEN!“ Sie fordern darin eine dauerhafte und nachhaltige Verankerung der Medienpädagogik in allen Bildungsbereichen.

 

tl_files/artikel/allgemein/verkn.jpghttp://www.keine-bildung-ohne-medien.de/

 


Entgrenzung durch Medien

Internationalisierungsprozesse als Rahmenbedingung der Mediendidaktik

Die Mediendidaktik ist eine Teildisziplin der Medienpädagogik und hat in den vergangenen Jahren einen enormen Zuwachs an Nachfrage und Bedeutung erfahren. Dieser Bedeutungszuwachs ist bedingt durch den verstärkten Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechniken in Bildungsprozessen (Stichwort «E-Learning»).

Der vorliegende Beitrag entwickelt die These, dass die Mediendidaktik ausgehend von medientechnischen Entwicklungen im Kontext von Globalisierung einer Entgrenzung unterworfen ist. Diese Entgrenzung ist Chance und Risiko zugleich. Er klärt zunächst den Begriff der Entgrenzung.

Anhand dreier Phänomene werden Prozesse der Entgrenzung für die Mediendidaktik beschrieben. Ausgehend von der Problematisierung der Prozesse von Entgrenzung werden abschliessend einige Folgerungen für die Mediendidaktik als Teildisziplin der Medienpädagogik zur Diskussion gestellt.

 

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpghttp://www.medienpaed.com/2006/klebl0607.pdf

 


Lehren, Lernen, Methoden für alle Bereiche didaktischen Handelns

"Die Konstruktivistische Didaktik versteht das Lernen als Prozess der Selbstorganisation des Wissens, das sich auf der Basis der Wirklichkeits- und Sinnkonstruktion jedes einzelnen lernenden Individuums vollzieht.

 

Bei der konstruktivistischen Didaktik ist zu beachten, dass es unterschiedliche Richtungen gibt. Neben radikal-konstruktivistischen Denkweisen gibt es auch den soziokulturellen Konstruktivismus, wie er vor allem von Kersten Reich vertreten wird. Demnach soll eine Lehrkraft möglichst reichhaltige, multimodale, interessante und kommunikationsorientierte Umgebungen schaffen, welche die subjektiven Erfahrungsbereiche ansprechen und gleichzeitig neue 'Rätsel' beinhalten, die pragmatisch, interaktiv und kreativ zur Selbstorientierung einladen.

In diesem Zusammenhang bietet Kersten Reich unter der Adresse 

 

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpg http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/

 

„Unterrichtsmethoden im konstruktiven und systemischen Methodenpool - Lehren, Lernen, Methoden für alle Bereiche didaktischen Handelns“

Ohne sich streng nach der konstruktivistischen Didaktik richten zu müssen, finden Lehrkräfte hier einen tollen Überblick über methodische Möglichkeiten bzw. Varianten. Eingeteilt nach „klassischen Methoden“, „Handlungsorientierte Methoden/ eher »große Methoden«“, „Eher Techniken/ »kleine Methoden«“, „Werkstattarbeit“ usw. erhält man hier einen tollen Überblick mit direkt verlinkten Beispielen.

 

Auch werden konkrete Unterrichtseinheiten zum Thema „Klimaschutz“ zum Download angeboten.

 

Quelle:Quelle: Reich, K. (Hg.): Methodenpool. In: url: http://methodenpool.uni-koeln.de


Landesjugendplan 2009/2010

Als Durchführungsplan der Kinder- und Jugendpolitik der Landesregierung gibt der Landesjugendplan alle zwei Jahre eine Übersicht der Fördermittel, die für die Jugendarbeit, die Jugendhilfe oder den Sport ausgegeben werden.
tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.gifÜbersicht der Fördermittel 2009/2010 bei jugend.rlp.

 

Ein zusätzlicher inhaltlicher Schwerpunkt mit Texten, Projektberichten und Konzepten macht den Landesjugendplan zu einem für Pädagogen und Jugendarbeiter wichtigen Dokument. Thema des Landesjugendplans 2009/2010 sind Demokratieerziehung und Bekämpfung rechtsextremer Verhaltensweisen.

 

Der Landesjugendplan steht auf den Seiten des Jugendministeriumstl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.gif als PDF zur Verfügung. Die Printversion kann über dentl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.gif Publikationsservice kostenlos bestellt werden.

(Quelle: jugend.rlp.de)

 


Wie gut ist eigentlich Medienpädagogik?

(17.06.2009) - "Diese Frage gewinnt in jüngster Zeit immer mehr an Bedeutung. Von Teilnehmenden über Veranstalter und Sponsoren medienpädagogischer Projekte bis zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern haben zahlreiche Personen ein Interesse daran, die Qualität medienpädagogischer Arbeit erkennen und bewerten zu können. Doch wie gelingt dies am besten? Sind quantitative Messmethoden oder eher Ergebnisbewertungen der richtige Weg zur Evaluation oder sollten vielleicht doch ganz andere Herangehensweisen gewählt werden? Hier scheiden sich die Geister in der Fachwelt. In der aktuellen Ausgabe von merz | medien + erziehung beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren mit diesem Thema, beleuchten Herangehensweisen und Hintergründe von Evaluationen, stellen bereits evaluierte Projekte vor und beschäftigen sich zudem mit Sinn und Wirkung medienpädagogischer Wettbewerbe und Preise."  (Quelle: http://www.merz-zeitschrift.de/)

 

Lesen Sie mehr dazu bei medien+erziehung, der Zeitschrift für Medienpädagogik Heft 3/2009

merz ist über kopaed zu beziehen tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpgBestellmöglichkeit

 


Was ist Medienpädagogik?

Eine allgemein verbindliche Definition des Begriffes Medienpädagogik gibt es nicht.

Wir verwenden deshalb Medienpädagogik als Oberbegriff "für alle erziehungswissenschaftlich orientierten Beschäftigungen mit Medien in Theorie und Praxis".
Dabei gibt es keine Einschränkung auf bestimmte Medienarten, wie es z.B. Lüscher formuliert.
Lüscher (1984, S.81) definiert Medienpädagogik (allerdings eingeengt!) wie folgt:

"Medienpädagogik umfasst erzieherische Bemühungen aller Art, die den einzelnen Menschen befähig(en), mit elektronischen Medien autonom umzugehen, d.h. für sich selbst zu entscheiden, in welcher Weise er ein bestehendes Angebot nutzen will."

zit.n. Six, U. u.a. 1998, S.20)

Six, Ulrike, Christoph Frey und Roland Gimmler (1998): Medienerziehung im Kindergarten. Theoretische Grundlagen und empirische Befunde, Opladen: Leske+Budrich 1998 (=Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Rundfunk, Nordrhein-Westfalen, Band 28)

In der Verwendung als Oberbegriff umfasst Medienpädagogik damit Mediendidaktik und Medienerziehung (vgl. Issing 1987a, S.25).
Issing, L. J. (Hrsg.):Medienpädagogik im Informationszeitalter, Baden-Baden: Nomos Verlag 1987

Exkurs:tl_files/artikel/allgemein/verkn.jpg Über Zweifel an der Möglichkeit, Pädagogik als empirische Wissenschaft zu betreiben von Helmut Heid Universität Regensburg (externer Link - pdf-Datei)

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpgmehr dazu
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Dieter Spanhel: Menschenbilder und Medienpädagogik. tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpg  Wohin steuert die Theorie der Medienpädagogik?

Thomas Moritz: Bildung und Medienpädagogik im Zeitalter der digitalen Medien. Probleme, Herausforderungen und Perspektiven für Pädagogik, Bildung und Schule in Zeiten von Internet und Telekommunikation

Eine der Grundfragen medienpädagogischer Praxis muss die Frage nach den für eine Mediengesellschaft notwendigen Grundlagenkompetenzen sein, damit der Umgang mit dem Meer an Information ein sinnvoller, geglückter und effizienter Umgang sein kann. Damit wäre aber bereits das umrissen, was unter einer umfassenden und pragmatischen Medienbildung zu verstehen ist.      tl_files/artikel/allgemein/verkn.jpg   mehr dazu  (pdf-Datei)

 


Begriffseingrenzung

In der gegenwärtigen Diskussion über „Medienpädagogik" und verwandte Felder wird immer wieder deutlich, daß die einzelnen Diskutanten sich ihres Arbeitsbereichs nicht immer ganz sicher sind. Es entsteht häufig zumindest der Eindruck, daß verschiedene Redner von verschiedenen Dingen zu reden scheinen. Das wird zum einen dadurch deutlich, daß Begriffe wie „Medienpädagogik" , „Mediendidaktik", „Medienerziehung" u.ä. oft als Synonyme gebraucht werden, ihre Grenzen und auch Gemeinsamkeiten nicht differenziert angegeben werden, zum anderen aber dadurch, daß die jeweiligen Betrachtungsweisen ihren eigenen historischen Hintergrund nicht mehr explizit einbeziehen.

In einer Umfrage zum Stand und Selbstverständnis der Medienpädagogik von M.Kunczik im Jahre 1983 war diese durch „eine Vielzahl von unkoordinierten Einzelaktivitäten ohne irgendwelche klar erkennbare Prioritäten gekennzeichnet" So entsteht schnell die Forderung nach einer grundsätzlichen Begriffsklärung und daraus auch gleich die Hoffnung, damit das zugrundeliegende Problem effizienter und erfolgversprechender anzupacken. An Versuchen in dieser Richtung hat es nicht gefehlt und fehlt es auch heute nicht. Die Vorläufigkeit all dieser Ansätze ergibt sich allerdings aus der Struktur des Untersuchungsgegenstandes ebenso wie aus widersprüchlichen gesellschaftspolitischen Perspektiven. Es sind viele wissenschaftliche Disziplinen, die sich mit dem Untersuchungsgegenstand „Medien" befassen. (Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Medienwissenschaft, Publizistik, Kommunikationswissenschaft u.a.).

Um wenigstens vorläufig das Thema und seinen Inhalt eingrenzen und bearbeiten zu können, sei deshalb hier eine allgemeine unktionsbestimmung nach W.H.Swoboda zugrunde gelegt: Medienpädagogik kann als der Versuch gesehen werden, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Wirkungsfeld technisch vermittelter Information und Kommunikation für jedermann verfügbar zu machen. Daraus wird aber schon deutlich, daß Medienpädagogik sich nicht mehr nur mit Unterrichtsmedien (®Mediendidaktik) bzw. den Massenmedien (®Medienerziehung) beschäftigen kann und muß. Medienpädagogik, so folgert Tulodziecki „muß somit mindestens als die Gesamtheit aller pädagogisch relevanten handlungsanleitenden Überlegungen mit Medienbezug einschließlich ihrer empirischen, theoretischen und normativen Grundlagen" (a.a.O. S. 21) gesehen werden".

Damit wird auch der Anspruch eines interdisziplinären Ansatzes deutlich. Medienpädagogik kann allerdings auch nicht die Medien selbst zum Gegenstandsbereich haben, sondern die Individuen in ihren spezifischen Bezügen zu den Medien. Sie umfaßt daher „alle sozialpädagogischen, sozialpolitischen und sozialkulturellen Überlegungen und Maßnahmen wie Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und alte Menschen, die ihre kulturellen Interessen und Entfaltungsmöglichkeiten, ihre Wachstums und Entwicklungschancen in Beruf, Freizeit und Familienleben sowie ihre politischen Ausdrucks und Partizipationsmöglichkeiten betreffen. Diese Chancen und Möglichkeiten werden immer stärker beeinflußt und mitgestaltet durch expandierende Informations und Kommunikationstechniken, die das Rezeptionsverhalten gegenüber Massenmedien, aber auch Arbeitsplätze, Arbeitsverhalten und Arbeitschancen sowie Handlungsmöglichkeiten im öffentlichen und privaten Leben nachhaltig verändern.

Daher stellt Medienpädagogik diese Informations und Kommunikationstechniken mit ihren sozialen und kulturellen Folgen in den Fokus ihrer Betrachtung"

Wenn diese Einschätzung zutrifft,werden allerdings auch die Konfliktpotentiale eines interdisziplinäre Ansatzes deutlich. Zunächst einmal gilt es, konkurrierende fachzpezifische Traditionen zu vermitteln, dann aber auch, den Anspruch einer neuen „Superwissenschaft" abzuwehren. Parallelen zur Geschichte der sogenannten „kybernetischen Pädagogik" sind nicht rein zufällig.

„Von den Rändern etablierter Forschungsgebiete und Fächer her entwickelt sich derzeit eine neue Querschnittsdisziplin, die zwar (noch) konkurrierende Perspektiven, Fragen und Methoden pflegt, aber doch einen gemeinsamen, eindeutig bestimmbaren Problemkern hat: Technische Entwicklungen und politische Entscheidungen im Bereich neuer Information und Kommunikationstechniken erzeugen in allen Praxisfeldern von Bildung und Erziehung, in der Familie, im Kindergarten und in der Schule, in außerschulischer Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Weiterbildung und Altenbildung, in der Sozialarbeit wie in der Kulturarbeit einen erweiterten Bedarf an Situationsanalyse, Prognose und Orientierungshilfe, der sich nur durch organisierte Forschung, Lehre und Ausbildung befriedigen läßt. Disziplinär oder ideologisch verengte Perspektiven, wie sie (für) frühere Varianten von Medienpädagogik charakteristisch waren, wären da künftig wenig hilfreich."

Quelle: Medienkiosk


Stefan Aufenanger definiert detailliert den Begriff Medienpädagogik. Dabei geht er auf die Entstehung, Geschichte und den Gegenstandsbereich des Begriffes ein. Abschließend erläutert er unterschiedliche theoretische Ansätze der Medienpädagogik.

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Zur Situation der Medienpädagogik in der Schule

Wolfgang Antritter und Wolfgang Schill sind beide seit Jahrzehnten im Bereich der schulischen Medienpädagogik tätig. Sie blicken - der eine skeptisch, der andere zuversichtlich - auf die gegenwärtige Situation der Medienbildung an unseren Schulen.

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.gifhttp://newsletter.lmz.navdev.de/link.php?M=7335&N=105&L=175

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