Initiative gegen Bildungschaos

31.07.2010 - 01:07 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 1)

Föderalismusfolgen: NRW startet Initiative gegen Bildungschaos

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin NRWJedem Land sein Schulsystem - und die Bundesregierung muss draußen bleiben. Das Bildungssystem in Deutschland folgt dem Prinzip der Kleinstaaterei. Jetzt regt sich Widerstand: Die neue NRW-Regierung stellt sich nach SPIEGEL-Informationen an die Spitze einer Initiative, die das Chaos eindämmen will.

Aber die Riege der ewig Gestrigen wird das schon noch verhindern wollen. Notfalls auch mit der Ausrede: Wenn nur ein Linker seine Stimme für diese Änderung erhebt, können wir nicht mitmachen!  "Mir san mir!" oder so ähnlich

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,709465,00.html#ref=rss

 

 

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Kommentar von Dipl.Päd. Manfred Schreiber | 31.07.2010

Das mit der Kleinstaaterei ist noch weit untertrieben. Durch die unselige Föderalismusreform und damit Aufteilung auf die oft nicht bildungsfördernden Länder erfolgt indirekt gerade eine Bildungsverhinderung, entgegen den anderslautenden Versicherungen.

"Viele Köche verderben den Brei", insbesondere dann, wenn die Köche ihr Handwerk nicht gelernt haben.

Jeder Handwerker hat eine Mindestlehrzeit von einigen Jahren und die Verpflichtung zu ständiger Weiterbildung. Manche Bildungspolitiker dagegen glauben, dass sie das nicht nötig haben, und dass alles so bleiben soll, wie man es sich (mehr oder weniger heimlich) eingerichtet hat. Offiziell nennt man das dann "Erhaltung des Status quo". In manchen Regierungen hat man den Eindruck: Jeder der einmal gewählt ist kann auch alles machen.