Kennzeichen für Fahrräder?

18.08.2010 - 04:08 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 0)

Ein Leserbrief von Jürgen Geis und Ingrid Wicher in der Rheinzeitung (18.8.10) hat uns veranlasst, noch einmal auf dieses Thema einzugehen.

 

So zutreffend die Beschreibung -ergänzt durch eigene Erfahrungen- auch ist, so trifft sie nur einen -wenn auch sehr ärgerlichen - Bereich der Problematik. Nicht nur die Fahrradfahrer, nein auch die Fußgänger und teilweise auch die Autofahrer in Koblenz  scheinen kein Verständnis für sinnvolle und notwendige Verkehrsvorschriften zu haben. Jeder tut nur das, was er ganz persönlich für richtig und vertretbar hält. Auf entsprechende kritische (aber höfliche) Nachfragen bekommt man meist nur unverschämte Bemerkungen. Dazu nur ein Beispiel von einem Radfahrer (hatte beinahe eine ältere Frau umgefahren), das uns vor kurzem zu Ohren gekommen ist: "Wenn du nicht mehr gehen kannst, dann bleib doch zu Hause!"

 

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpgNeue ADAC-Studie  Härtere Strafen für Rad-Rowdys?

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpg"Strafzettel für Rad-Rowdys!"

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpgAchtung: Militante Radfahrer kreuzen

tl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.jpgRote Karte für Rad-Rowdies

 

wie es anderswo gehandhabt wird   auch in Berlin

 

Besonders verwerflich ist die oft beobachtete Praxis, dass die Älteren (oft auch die Eltern!) ihre Verstöße auch dann gedankenlos praktizieren, wenn Kinder (auch ihre eigenen) dabei zuschauen. Wo soll die "Jugend" denn dann noch Beispiele für partnerschaftliches und verantwortliches Miteinander kennenlernen?

Ein Gemeinwesen, das auf solche Gewohnheiten aufgebaut ist, kann aber auf Dauer nicht wirklich funktionieren!  Rücksichtnahme in jeder Form wird dabei immer mehr zu einer  Verhaltensweise, die nur Versagern zu eigen ist.

 

 

Anzumerken ist aber auch, dass Vorschriften, die erlassen werden, auch durch regelmäßige und strafbewehrte Kontrollen abgesichert werden müssen. Diese Kontrolleure sollten dann aber auch die rechtlichen Möglichkeiten dazu bekommen. Natürlich ist das aufwändiger und anstrengender als das tägliche "Spazierenschlendern" unserer Ordnungsamtsmitarbeiter, die sich viel lieber und einfacher auf den ruhenden (Betonung auf ruhend!) Verkehr kaprizieren. Das ist wohl auch viel gefährlicher!?Unschuldig

 

Verbote sind dann wirksam, wenn ihre Übertretung nicht nur quartalsmäßig oder bei schönem Wetter geahndet wird, sondern in unregelmäßigen und öfteren Intervallen. Insbesondere die älteren, oft etwas gehbehinderten Menschen wären sicher dankbar dafür. Punkte, die auch Radfahrer in Flensburg bekommen könnten, sind aber vermutlich nur von Polizeibeamten zu bewirken. Wenn das so sein muss, dann muss eben das Strafgeld um ein Vielfaches erhöht werden. Und das muss für alle Übertretungen gelten, nicht nur die der Radfahrer!


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