05.01.2011 - 11:01 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 0)
"Mitten in der Programmdebatte bekennt sich Parteichefin Gesine Lötzsch zum Kommunismus. Im Marxisten-Blatt "Junge Welt" hat sie einen Text platziert - darin fehlt jedes kritische Wort über die Verbrechen, die im Namen der Ideologie begangen wurden." (Spiegel, 4.01.2011)
mehr dazu im
Artikel des Spiegel
Sollte diese Meldung zutreffend sein, sehen wir hier eine "neue Qualität" in der "linken Bewegung".
Wo bitte treibt diese Linke hin? Und wer will eigentlich in diesem Land den Kommunismus?
Urteilen Sie selbst
http://www.jungewelt.de/2011/01-03/001.php ! (Verquaster geht´s wohl nicht?)
Mit deutlichen Worten hat Linke-Fraktionschef Gregor Gysi inzwischen die Kommunismus-Äußerungen von Gesine Lötzsch kritisiert. "Missverständlich" nannte er die Formulierungen der Parteichefin. Er wäre "vorsichtiger" gewesen, sagte Gysi zur Teilnahme von Lötzsch an der geplanten Diskussionsrunde. "Wir können mit dem Begriff Kommunismus unsere Ziele nicht erklären", sagte er dem "Tagesspiegel".
Aber: Es bringt jetzt gar nichts, diesen Beitrag mit Sprechblasen, undifferenzierten Verdächtigungen usw. abzutun! Darüber muss man hart aber sachlich diskutieren! Ob die üblichen Geiferer (jeglicher Couleur) dabei die richtige Besetzung sind, ist eher zweifelhaft.
Eine mögliche Sichtweise in einem Artikel von Sebastian Hammelehle:
Klassenlos und frei von Kohlendioxid
Führen die auftretenden Schwierigkeit der Wirtschaft im Banne der Globalisierung vielleicht wieder zur Stärkung der Extremen (auf allen Seiten) ? Siehe dazu auch die vorhergehende Nachricht von Ungarn. Ist evtl. auch die Forderung der CSU nach Totalüberwachung der Linken ein Schritt in die gleiche Richtung?
Leute bleibt doch mal auf dem Boden (der Verfassung) ! Verlautbarungen (fast) jeglicher Art sind durch das Verfassungsfrecht der Meinungsfreiheit gedeckt. Es kommt darauf an, sie gesellschaftlich einzuordnen und einvernehmlich zu regeln!
Eine "Schwarz-Rot-Malerei" ist einfach nur kontraproduktiv!!!
Artikel 5 Grundgesetz - Aktuell
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Anhang:
SPD-Fraktionschef Steinmeier rief die Führung der Linkspartei zu einer Klärung auf. "Ich fass mir an den Kopf. Gesine Lötzsch will zurück zum Kommunismus. Dorthin, wo wir Unfreiheit und Misswirtschaft siebzig Jahre lang regieren sahen", sagte er dem "Hamburger Abendblatt". "Ich kenn nicht mal viele in der Linkspartei, die das wollen."
Gesine Lötzsch sagte in einer Mitteilung zu dem Artikel: "Ich erkläre ausdrücklich, dass für mich linke Politik insgesamt und die Politik der Partei Die Linke in der herausfordernden Tradition Gesellschaft verändernder radikaler Realpolitik steht." Bei "Spiegel Online" grenzte sie sich zugleich vom Kommunismus ab. "Die Linke ist linkssozialistisch, wir sind und werden keine kommunistische Partei".
Die beiden obigen Aussagen sind einem
Artikel des ZDF entnommen.
Vielleicht sollte Frau Lötsch solche Erklärungen doch vorher etwas relativieren! Vielleicht auch sachadäquater begründen.
Einen Kommentar schreiben