02.03.2011 - 10:03 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 0)
Der Verteidigungsminister ist zurückgetreten - "Superstar", "Senkrechtstarter" der Politlandschaft; der Mann, der "Farbe in die graue Politik" brachte. Kommentarspalten der Zeitungen sind voll mit Guttenberg, den "Parteifeinde geschlachtet haben". (die Zeit, aber auch das ZDF - wer hat da von wem abgeschrieben?))
Von Guttenberg hat nachvollziehbar die Konsequenzen aus seinem eigenen (durchaus kritisierwürdigen) Verhalten, aber auch der "hyperallergenen Reaktion" von teils berufenen, teils aber eher hämischen und neidischen Gegnern gezogen. Es ist schon erstaunlich, wie Bürger, die teilweise noch nicht einmal wissen, was eine Doktorarbeit ist, jetzt ihre (Vor-)Urteile verkünden!
Wenn jetzt -besonders von sogenannten Politikern- aber auch immer noch "nachgekartet" wird, übersteigt das jedes vernünftige Maß.
Wir sind hier an das Bibelwort "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein" erinnert
Wer fragt eigentlich bei den "Wissenschaftlern" speziell der Universität Beyreuth nach, warum die beteiligten Professoren, von denen einige jetzt besonders laut (heuchlerisch?) tönen, warum sie die Verfehlungen (Plagiate) nicht schon lange selbst gemerkt haben. Ist es nicht die Aufgabe der Gutachter (Korrektoren) einer Doktorarbeit genau solche Fehler schon am Anfang zu merken? Offensichtlich waren Sie dazu nicht in der Lage, können das aber jetzt nicht zugeben.
Nachtrag 03.03.2011: In einer
Leitglosse stellt Michael Stürmer unbequeme Fragen an die Uni Bayreuth, die ihre Sorgfaltspflichten in Guttenbergs Promotionsverfahren womöglich arg vernachlässigt hat.
Die wohl einzige Art, das Theater zu beheben, wird wohl darin bestehen, alle anderen Verdächtigen der gleichen Prozedur zu unterwerfen. Das wäre zwar genauso "pervers", würde aber mehr Gerechtigkeit bedeuten.
Um Missverständnisse zu vermeiden, Plagiate haben in einer Doktorarbeit nichts zu suchen! Das rechtfertigt aber keineswegs die ausgeuferte und meist auch wahltaktisch motivierte und unerträgliche (auch für Herrn zu Guttenberg) Ausschlachterei. In dieser Angelegenheit wäre es wohl einmal nötig, dass "Jesus noch einmal kommt und den Tempel der Pharisäer gründlich säubert!"
Wie geht es weiter?
"CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe plädiert dafür, der „Ausnahmepersönlichkeit“ Guttenberg eine Rückkehr in die Politik zu ermöglichen. „Jeder, der nach einem Fehler Konsequenzen gezogen hat, hat auch eine zweite Chance verdient“, sagte er der in Koblenz erscheinenden „Rhein-Zeitung“. „Wir brauchen Menschen, die mit großer Hingabe Politik für dieses Land machen.“" (Quelle: FAZ)
Nachtrag: Ob Herr de Maizière ein gleichwertiger Ersatz sein wird, muss sich erst noch herausstellen!
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