Die Sprache des Hasses

11.01.2011 - 03:01 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 0)

Bei einem Anschlag auf eine US-Kongressabgeordnete im Bundesstaat Arizona sind sechs Menschen getötet worden.

Mit diesem Attentat auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords in den USA wird deutlich, dass die Sprache des Hasses der Vorbote der Gewalt ist.

 

"Beispielsweise sind wir auf Sarah Palins Abschussliste", sagte Giffords. Ihr Wahlkreis sei darauf mit einem Fadenkreuz markiert. "Wenn Menschen so etwas tun, müssen sie sich aber bewusst sein, dass es Folgen hat", sagte sie während eines Fernsehinterviews im Wahlkampf 2010. (Quelle)

 

Der Sheriff von Tucson, Clarence Dupnik, machte auf einer Pressekonferenz am Sonntag das Klima des Hasses für die Tat verantwortlich, das Misstrauen gegen die Regierung und die Paranoia.

Manche Amerikaner, insbesondere aus dem rechtsradikalen Spektrum der S.Palin denken da sicher etwas anders.

 

Vermutlich können oder besser "sollten" aber wir Deutsche, insbesondere nach der Erfahrung mit dem "tausendjährigen Reich", hier eher die Zusammenhänge begreifen.

Dass kollektive Gewalt, die zu Kriegen und Bürgerkriegen führen kann, mit Sprechakten vorbereitet wird, weiß allerdings auch in Europa jeder, der sich mit der Geschichte beschäftigt.

 

Lesen Sie dazu eine Anmerkung der Redaktion von koblenz-media .

 

tl_files/pfeilrot.jpgWaffenverkäufe in den USA schnellen nach dem Anschlag nach oben! Da verstehe einer die Amerikaner!?

 

"Sie sind klein, leicht und einfach zu handhaben: Pistolen der Marke Glock, wie sie der Attentäter von Arizona benutzte. Nach dem Blutbad hat nun ein Run auf die Handfeuerwaffen begonnen - Tausende US-Bürger fürchten eine Verschärfung der Gesetze und decken sich rasch ein." (Spiegel)




Zurück

Einen Kommentar schreiben