28.07.2011 - 04:07 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 3)
Diese Frage stellen sich z.B. Bürger in Metternich und Rübenach, nachdem Jugendliche ein Banner, das auf die schwere und gefährliche Arbeit hinwies, die Soldaten in Afghanistan verrichten müssen, mutwillig zerstört haben. Zur gleichen Zeit haben wahrscheinlich auch Jugendliche die Lichtanlage im Bunkerdurchgang zur Talstation des Schrägaufzuges zerstört und damit die Schließung des Durchgangs auf unbestimmte Zeit verursacht.
Sind das wirklich immer nur Jugendliche? Die Spirale der Gewalt dreht sich immer weiter und schneller. Mehr und mehr wird aber auch deutlich, dass ebenso Erwachsene beteiligt sind.
Natürlich muss man sich auch fragen wie die Jugendlichen solches Verhalten denn gelernt haben. Da könnte man schon auf die Idee kommen, dass das Erziehungsverhalten speziell vieler Eltern einen Vorratsspeicher an Nachahmungsmöglichkeiten bietet.
Wenn man im täglichen Miteinander auf der Straße oder an Ampeln über immer mehr Rücksichtslosigkeit und Mangel an Verantwortung gerade auch der Älteren stolpert, braucht man sich daher nicht zu wundern.
Der Weg von der Nachlässigkeit, Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit über gesetzwidriges Verhalten hin zur direkten Gewaltanwendung zunächst gegen Sachen und dann Personen ist ein fließender.
Ab einem bestimmtem Zeitpunkt ist dann wahrscheinlich auch eine kriminelle Kariere mit der Inkaufnahme von tödlichem Ausgang nicht unwahrscheinlich. Kann man diese Entwicklung stoppen? Wo wird das enden?
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Kommentar von Beobachter | 28.07.2011
Die Frage nach täglicher Rücksichtslosigkeit und ihren Konsequenzen ist sicher grundlegend.
Das ändert aber nicht die Problematik. Wenn in Koblenz zum Beispiel täglich und flächendeckend Verkehrsgebote übertreten werden (von Fahrradfahrern, Fußgängern und Autofahrern) ohne dass die Übertretung geahndet wird, gerät das zur unwidersprochenen Gewöhnung.
Wenn dann gleichzeitig die Personalsituation bei der Polizei eine ständige Kontrolle gar nicht ermöglicht, kann man sicher sein, dass das zum "Gewohnheitsrecht" mutiert. Auch der weitere Weg ist dann vorprogrammiert!
B.
Kommentar von Claudia Zimmer | 28.07.2011
Offenbar geht es doch um die Störung der Öffentlichen Ordnung. Wo ist da eigentlich das Ordnungsamt gefragt? Gibt es da vielleicht Versäumnisse? Es kann doch nicht die einzige Aufgabe des Ordnungsamtes sein, möglichst bequem Falschparker zur Kasse zu bitten, oder?
Die jedenfalls handeln zwar ordnungswidrig, stellen aber keine allzugroße Gefahr für die Gesellschaft dar!
Kommentar von Otto | 02.08.2011
Zu jammern hilft sicher auch nicht! Außerdem: Die, die das vielleicht ändern könnten (Sozial-Politiker,Amtsträger innerhalb des sozialen Systems, Kirchen (?) u.a.), müssen erst einmal selbst Vorbildcharakter gewinnen (falls das überhaupt möglich scheint).
Aber auch sich nur auf die alten und tradierten Werte zu begrenzen ist keine wirkliche Lösung! Das "soziale System" als solches ist auf den Prüfstand zu stellen!
Zusätzlich: Beachtung von Werten muss sich auch "lohnen" !