Zweierlei Maß

22.02.2010 - 10:02 von Dipl.Päd. Manfred Schreiber (Kommentare: 0)

Kann die NATO so die Herzen der Afghanen gewinnen?

Bei einemtl_files/artikel/allgemein/pfeilrot.gif Nato-Luftangriff in der afghanischen Provinz Urusgan sind im Rahmen der Offensive "Muschtarak " Dutzende Zivilisten ums Leben gekommen. "Wir sind tief traurig darüber, dass Unschuldige auf so tragische Weise ihr Leben verloren haben", teilte Nato-Oberbefehlshaber Stanley McChrystal mit. Das ist derselbe Mann der nach dem Kundus-Bombardement Oberst Klein von vorneherein in Grund und Boden verdammt hat, noch ehe überhaupt die Fakten klar auf dem Tisch lagen.

 

Diese Trauerbekundung erscheint nicht wirklich erklärend dafür, dass Amerikaner offensichtlich anders beurteilt werden wollen. Es bleibt festzuhalten, dass jeder tote Zivilist einer zu viel ist. Insofern hat auch Stanley McChrystal eine Strategie, die der Lage nicht angemessen ist. Offensichtlich sind alle Vorsätze ("Ich habe unseren Streitkräften noch einmal klargemacht, dass wir hier sind, um das afghanische Volk zu beschützen, und dass es das Zutrauen in unsere Mission erschüttert, wenn wir versehentlich Zivilisten verletzten oder töten", O-Ton Stanley McChrystal) entweder nicht ehrlich oder auch nicht realistisch.

 

Es ist Zeit, die Problematik grundlegender anzugehen. Grundproblem: Wie soll man Taliban-Kämpfer von normalen Zivilisten unterscheiden, wenn sie gleich gekleidet sind?


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