Postenschacher oder Entsorgung (und auf wessen Kosten?)


Thilo Sarrazin, Finanzsenator in Berlin, der besonders durch seine markigen Sprüche bekannt wurde, wechselt in den Vorstand der Bundesbank nach Frankfurt am Main. Noch vor kurzem sagte er zum Thema Mindestlohn: Für fünf Euro würde er «jederzeit arbeiten gehen – das wären 40 Euro pro Tag». Wird das vielleicht sein neuer Stundenverdienst bei der Bundesbank? Neuordnung der Managergehälter? Das ist sicher zu schön um wahr zu sein Weinend.

An diesem Dienstag (17.02.2009) wollen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg, die gemeinsam das Vorschlagsrecht für den Bundesbankposten haben, Sarrazin offiziell benennen. Wollen sie ihn vielleicht endlich loswerden, oder soll auch die oft vermutete Verschlingung von Staatsmacht und Finanzmacht zementiert werden.

Hier einige seiner Sprüche:

  • "Ihr seid doch Arschlöcher", beschimpfte Sarrazin Studenten, die 2003 sein Büro besetzten.
  • "Das ist kein Konjunkturprogramm. Wofür geben die das Geld aus? Für Flachbildschirme, Videorekorder, MP3-Player. Es geht alles nach Fernost. Es geht alles nach Südchina. Und nichts bleibt hier."
  • "Ehe jetzt einer im 20. Stock sitzt und den ganzen Tag nur fernsieht, bin ich schon fast erleichtert, wenn er ein bisschen schwarz arbeitet", sagte Sarrazin über Motivationsprobleme Arbeitsloser.
  • "Es wird ja so getan, als ob der Senat die Kinder ins Konzentrationslager schicken wollte", erwiderte Sarrazin Eltern, die 2002 gegen die Erhöhung von Kita-Gebühren demonstrierten.
  • "Die Beamten laufen bleich und übel riechend herum, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist"
  • "Ich hatte immer das Gefühl, ich weiß es besser." Unschuldig

Lesen Sie auch hier: http://www.medienkiosk-neu.de/cms/?newsid=1321&section=news&cmd=details

"Manchmal freut man sich, wenn er auch mal nichts sagt", so Berlins Regierender Bügermeister über Sarrazin.

JU-Chef Mißfelder diffamiert Arbeitslose

Nicht nur Thilo Sarrazin, auch andere haben keinen Respekt vor dem "Souverain"

Der erste Mann der Jungen Union ist vor allem für eins bekannt: Markige Sprüche. Schon früher stieß er mit seiner Forderung nach Rationierung medizinischer Leistungen für alte Menschen parteiübergreifend auf herbe Kritik.
Jetzt hat Philipp Mißfelder wieder zugeschlagen. Diesmal waren ALG-II-Empfänger sein Ziel.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hat mit einer Äußerung über den Zigaretten- und Alkoholkonsum von ALG-II-Empfängern für Empörung bei Sozialverbänden gesorgt. Beim Frühschoppen des CDU-Ortsverbandes Haltern in Nordrhein-Westfalen hatte der 29-Jährige am vergangenen Sonntag nach einem Bericht der «Ruhr Nachrichten» gesagt: «Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.»

Die Debatte sei «unglücklich gelaufen», sagte der Vorsitzende der Jungen Union (JU) inzwischen den «Ruhr Nachrichten». Das ist eine ziemliche Verkehrung der Tatsachen! Das Unglück hat einen Namen: Missfelder
Münchens JU-Kreisvorsitzender Maximilian Böltl forderte dem «Münchner Merkur» zufolge den Bundesvorsitzenden sogar schriftlich zum Rücktritt auf. Seine Äußerungen seien diffamierend, arrogant und hochnäsig.

http://www.netzeitung.de/politik/deutschland/1280597.html

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